Eröffnungsveranstaltung
Mit der Eröffnungsveranstaltung am 16. September 2025 sind wir in drei inspirierende Tage in Erfurt voller Begegnungen, Innovationen und kreativer Impulse gestartet!
Nach der Begrüßung durch unsere Präsidentin Dr. Irme Stetter-Karp, richtete sich Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier mit einer Rede und der Thüringer Ministerpräsident Mario Voigt sowie der Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Erfurt, Andreas Horn, mit Grußworten an die Teilnehmenden.
In seiner Eröffnungsrede betonte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, dass der 83. Deutsche Fürsorgetag genau zur richtigen Zeit stattfinde, da in Deutschland gerade eine große neue Sozialstaats-Debatte begonnen habe und der Fürsorgetag der passende Ort sei, um dafür Impulse zu liefern:
„Denn wo, wenn nicht hier, können wir diese Debatte so führen, dass sie uns auch tatsächlich weiterbringt: ernsthaft, mit Tiefenschärfe und vor allem verantwortungsvoll.“
Der Bundespräsident rief dazu auf, bestehende Handlungsspielräume zu nutzen und neue zu erschließen, um den Sozialstaat mutig und entschlossen zu reformieren. Es gehe darum, den Sozialstaat da zu stärken, wo er Menschen stark mache, den Sozialstaat tragfähig zu halten, also das Verhältnis von Einnahmen und Ausgaben, von Solidarität und Eigenverantwortung, zeitgemäß zu justieren und das Vertrauen in Gerechtigkeit und Fairness wiederherzustellen. Seine Rede verband der Bundespräsident mit einem klaren Appell an die regierende Koalition, jenseits von Parteitaktik und Umfragen, der Verantwortung im schwierigen Ausgleich zwischen den Interessen gerecht zu werden, um kluge Entscheidungen in der Sache zu treffen. Abschließend formulierte er als zentrale Botschaft:
„Erhalten wir den Schatz, der unser Sozialstaat ist. Reformieren wir ihn, um Wohlstand, Solidarität und Zusammenhalt zu bewahren.“
Rede von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier im Wortlaut
Mitschnitt der Rede von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier
Der Thüringer Ministerpräsident Mario Voigt nahm in seinem Grußwort Bezug auf die Worte des Bundespräsidenten und machte deutlich, dass der 83. Deutsche Fürsorgetag nicht nur ein Kongress sei, sondern von ihm auch ein Signal für die großen Fragen dieser Zeit ausgehe. Er betonte:
„Fürsorge ist kein Relikt der Vergangenheit, es ist ein Zeichen für die Zukunft. Fürsorge ist ein Band, das uns trägt, weil es schützt, weil es befähigt, weil es verbindet. Und wenn es uns gelingt, Gerechtigkeit, Fürsorge und Eigenverantwortung in so eine Balance zu bringen, dass unser Sozialstaat daraus gestärkt hervorgeht, dann werden Sie hier in Erfurt den ersten Impuls dafür gegeben haben, für eine Debatte, die uns den ganzen Herbst über beschäftigen wird.“
Der Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Erfurt, Andreas Horn, erläuterte in seinem Grußwort mit Blick auf das Motto des 83. Deutschen Fürsorgetages und sein langjähriges ehrenamtliches Engagement als Vorstandsvorsitzender eines freien Trägers der Jugendhilfe in Erfurt:
„Ich weiß aus eigener Erfahrung, was Transformation bedeutet: Situationen analysieren, Bedarfe erkennen, Strukturen verändern, neue Angebote schaffen, Finanzierungswege sichern und dabei nie den Menschen aus dem Blick verlieren. […] Wandel ist möglich, wenn wir ihn gemeinsam gestalten.“
Im Anschluss besuchte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier den Markt der Möglichkeiten.
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